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Hautarztpraxis Dr. med. Michael Ständer
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Klassische und ästhetische Dermatologie • Allergologie • Immuntherapie • Ambulante Operationen
Lasertherapie • Venenheilkunde • Beinleiden • Venerologie • Proktologie • Berufsdermatologie
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News, Journal Club

Cola mit Salzstangen - "Geheimrezept" bei Durchfall?
Das britische "National Institute for Health and Clinical Excellence" (NICE) räumt mit diesem Mythos auf: Laut NICE ist Cola bei Durchfall schädlich wie Fruchtsaft, weil es nicht zur Resorption von Wasser und Salz und damit nicht zur Stuhleindickung führt. Besser sind spezielle Rehydrierungslösungen, die Natrium und Glucose im idealen Verhältnis halten. Selbst kann man die auch herstellen: 40 Gramm Zucker, ein Teelöffel Kochsalz und einen halben Teelöffel Backpulver (enthält Kalium) in 1 Liter abgekochtes Wasser. National Institute for Health adn Clinical Excellence, 21.4.2009 

Fleisch oder nicht Fleisch
Vegetarier leben gesund? Ein Ergebnis der Studie "European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition" stiftet Verwirrung: Wissenschaftler an 23 europäischen Zentren untersuchten den Zusammenhang von Ernährung und Krebs. Forscher der Uni Oxford haben bei der Analyse der Daten von 63.550 Teilnehmern herausgefunden, dass völliger Fleischverzicht das Risiko für Dick- und Enddarmkarzinome um 39% erhöht. Fast zeitgleich wiesen amerikanische Wissenschaftler in einer Studie an 500.000 Teilnehmern nach, dass übermäßiger Fleischgenuss das Dick- und Enddarmkrebsrisiko verdoppelt. Fazit: Den Fleischgenuss zu reduzieren ist sicher gesund. Am. J. Clin. Nutr. 2009; 89: 1.620S-1.626S und Arch. Intern. Med. 2009; 169: 562-571.

Melanom: Jugend siegt über Lymphknotenbefall  
Jüngere Menschen haben eine bessere Prognose, falls sie an einem Melanom erkranken, aber nur, wenn keine Lymphknoten befallen sind. J Surg Res 2007; 143: 164-8.

Rauchen und Schuppenflechte
Zigarettenrauchen hat einen negativen Einfluss auf den Schweregrad der Schuppenflechte (Psoriasis), besonders bei Frauen. Arch Dermatol 2005; 141: 1580-1584.

Impftablette gegen Gräserpollen
Immer mehr Menschen leiden unter Allergien. In Zentraleuropa ist jeder Vierte betroffen. Die Hälfte aller Allergien wird dabei von Gräserpollen ausgelöst. Beschwerden sind tränende, juckende Augen, Niesreiz und Atembeschwerden bishin zum Asthma. Insbesondere zur Asthmaverhütung (man spricht hier vom sog. Etagenwechsel) ist die spezifische Immuntherapie eine sinnvolle Behandlung, von der Weltgesundheitsorganisation WHO für die Dauer von 3-5 Jahren empfohlen. Das Prinzip der Allergie-Impfung beruht auf der Verabreichung des Allergiestoffes, auf den allergisch reagiert wird. So kann der Körper eine natürliche Toleranz gegen den Allergiestoff, genannt auch Allergen, entwickeln. Die Allergieimpfung gegen Gräserpollen liegt nun als Tablettenform vor. Die Tablette wird täglich auch über die ganze Pollensaison unter die Zunge gelegt, wo sie binnen Sekunden "wie ein Geist" verschwindet und ihre Wirkung entfaltet. Im Gegensatz zur Spritzenbehandlung sollen schwere Allgemeinreaktionen nicht mehr vorkommen. Die Impftablette ist derzeit ab 18 Jahren zugelassen. Dahl, R. J Allergy Clin Immunol 2006; 118: 434-440.

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Jährlich sterben 15.000 Frauen in Europa an Gebärmutterhalskrebs (40 Fälle täglich). Als Ursache dieses Krebses gilt eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV). Eine Vielzahl von klassifizierten Viren sind bekannt. Für die Auslösung dieses Krebses werden die Viren der Nummer 16 und 18 verantwortlich gemacht, allerdings gibt es noch ca. 20 weitere krebsverursachende Virusarten. 70% der sexuell aktiven Bevölkerung infiziert sich übrigens im Laufe des Lebens mit humanen Papillomviren (HPV). Eine neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist nun auf dem Markt. Das Produkt ist unter dem Namen "Gardasil" im Handel. Die Impfung besteht aus 3 Einzelspritzen, die im Verlauf von 0, 2 und 6 Monaten verabreicht werden. Geimpft wird gegen die Virustypen 6, 11, 16 und 18. Besonders empfohlen ist die Impfung junger Frauen vor der sexuellen Aktivität. Bezahlt wird die Impfung von der DAK, der TKK und der AOK. In BadenGyne, Fachzeitschrift für Gynäkologie und Geburtshilfe 3/2006.

Hautkrebsrisiko durch Solarium
Zunehmend junge Leute geniessen die künstliche Sonnendusche: die Strahlen heben die Stimmung und wirken entspannend. Dabei gilt es mittlerweile als gesichert, dass Solarien auch durch den hohen UV-A-Anteil an der ultravioletten Strahlung die Erbinformation (DNA) wichtiger Hautzellen, der Keratinozyten, schädigt, was das Risiko für die Entwicklung bösartiger Hauttumoren erhöhen kann. Gerade junge Leute sind hier besonders gefährdet. Zeller S et al. J Am Acad Dermatol 2006; 54:589-96. 

Malignes Melanom: meist selbst entdeckt
Eine australische Forschergruppe ermittelte in einer Patientenstudie in Queensland in Australien, dem Ort mit der höchsten Zahl an Melanom-Neuerkrankungen, wie Hautmelanome in diesem australischen Land entdeckt werden. 44% der Melanome wurden von den Patienten selbst entdeckt, 25% wurden zuerst vom Arzt entdeckt. 19% der Melanome entdeckte der Partner, 12% entdeckten Verwandte, Freunde und Dienstleister wie Friseure ect. Die Bedeutung von Schulungen in der Selbstbeurteilung auffälliger Pigmentmale scheint sich damit erneut zu bestätigen. Michell McPherson.et al. J Am Acad Dermatol 2006; 54: 783-792.

Feinstaub verstärkt Allergien
Feinstaub führt zu einer Belastung der Atemwege und des Herzkreislaufssystems. Besonderer Bedeutung kommt dabei dem sog. ultrafeinen Staub zu. Er misst einen Durchmesser von unter 0,1µm und entsteht unter anderem bei unvollständigen Verbrennungsprozessen im Strassenverkehr und in der Industrie. Aufgrund des geringen Durchmessers gelangen ultrafeine Partikel (UFP) schnell in die Tiefe des Lungensystems, was Patienten mit Asthma bronchiale empfindlicher reagieren lässt. Auch allergische Reaktionen werden dadurch verstärkt. Alessandrini F et al. J Allergy Clin Immunol 2006; 117:824-30.

"Pille" verhindert Asthma
Erwachsene Frauen haben häufiger Asthma bronchiale als Männer. Hormonelle Faktoren werden dafür verantwortlich gemacht. Bei Frauen nimmt das Asthmarisiko mit der Anzahl der Geburten zu, die Einnahme der "Pille" senkt das Asthmaerkrankungsrisiko. Jenkins MA et al. Clin Exp Allergy 2006; 36:609-13.

Nahrungsmittelallergie auf Äpfel
Eine Allergie auf Äpfel entsteht entweder direkt durch eine Allergie auf Apfelproteine selbst oder indirekt aufgrund einer sog. Kreuzallergie, einer Mitreaktion auf verwandte Proteine, z.b. auf Allergiestoffe einer Birkenpollenallergie. Es gibt 4 Stärken einer Apfelallergie. Die Stärke 1 erzeugt meist milde Symptome im Mund wie Jucken oder Brennen, bei der Stärke 4 kann es zu teils schweren allgemeinen allergischen Smypomen kommen. Fernandez-Rivas M et al. J Allergy Clin Immunol 2006; 118: 481-8.

Anaphylaxie-Gesetz
Eine Anayphylaxie ist eine lebensbedrohliche allergische Notfallsituation. 2003 verstarb eine 13jährige hochallergische kanadische Schülerin nach dem Besuch der Schulkantine. Ihre Mutter brachte daraufhin ein Gesetzgebungsverfahren in Gang, dass öffentliche Schulen dazu verpflichtet, hochallergische Kinder zu dokumentieren, ein Notfallset vorzuhalten und das Lehrpersonal regelmäßig in dessen Anwendung zu schulen. Das Gesetz trat zum 1. Januar 2006 im kanadischen Bundesstaat Ontario inkraft. www.ontla.on.ca  

Der Duft, der jung macht
Männer, die den Duft roter Grapefruits einatmen, schätzen Frauen durchschnittlich 5 Jahre jünger ein. Mit weissen Grapefruits war dieses Phänomen nicht beweisbar. Hirsch AR. American Psychiatric Association Annual Meeting, Atlanta, 21.-26. Mai 2005.

Nickelallergie zyclusabhängig
Frauen mit einer Allergie auf Nickel zeigen in der ersten Hälfte des Menstruationszyclus eine sehr viel geringere Reaktion auf eine Nickelprovokation (Allergietest) als in der zweiten Hälfte des Zyclus. Bonamonte D et al. Contact Dermatitis 2005; 52: 309-13.

Tattoos mit Henna
Hautbemalungen mit dem natürlichen Extrakt des Hennastrauches haben lange muslimische und hinduistische Tradition. Auch bei westlichen Jugendlichen wird diese Form der Tätovierung zunehmend beliebter. Allerdings wird dem Henna, um die Farbintensität zu steigern und die Halbarkeit zu erhöhen, oft "Paraphenylendiamin" zugesetzt, das zu deutlichen Kontaktallergien führen kann. Jasim ZF st al. Contact Dermatitis 2005; 52:116-7. 

Tierallergene überall
Eine allergische Sensibilisierung gegen Hunde- und Katzenhaare ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines allergischen Asthmas. Selbst in Haushalten ohne Tiere kommen die Allergiestoffe in Konzentrationen vor, die zur Allergieentwicklung ausreichen. Die Tier-Allergiestoffe sind langlebig und werden über die Kleidung von Tierbesitzern in andere Wohnungen oder öffentliche Plätze getragen, wo sich dann Nicht-Tierhalter "anstecken". Arbes SJ et al. J Allergy Clin Immunol 2004; 111-7.

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und Enwicklung einer Neurodermitis des Neugeborenen
Bei Kindern mit allergischer Diposition erhöht sich durch den Alkoholkonsum während der Schwangerschaft das Risiko, eine frühe Neurodermitis zu entwickeln. Ein Grund mehr, Alkohol während der Schwangerschaft zu meiden. Linneberg A et al. Clin Exp Allergy 2004; 34: 1678-83. 

Sonnenschutz durch Vitamine
UV-Strahlung ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Oral eingenommene sog. Antioxidantien Vitamin C und E reduzieren die Hautempfindlichkeit für UV-B-Strahlung und vermindern strahlungsbedingte Schäden an der Erbinfomation der Haut. Das Hautkrebsrisiko könnte sich damit reduzieren lassen. Plaxzek M et al. J Invest Dermatol 2005; 123: 204-307. 

Wann ist ein Muttermal auffällig?
Eine Vielzahl von Kriterien, z.B. die Farbintensitiät, die Größe, die Symmetrie, die Erhabenheit oder die Begrenzung lassen darauf schliessen, ob ein Pigmentmal auffällig zu sein scheint, oder nicht. Bei Auffälligkeiten oder Unklarheiten lieber den Hautarzt fragen...

Welche Formen von Hautkrebs oder Hauttumoren gibt es?
Es gibt insbesondere den sog. schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom. Diese Krebsart ist besonders gefährlich, weil es früh streuen kann. Es gibt aber auch andere Krebsarten, die von anderen als den Pigmentzellen ausgehen, nämlich von den Basalzellen der Haut. Diese Krebsarten der Haut streuen nicht oder erst relativ spät. Darüberhinaus gibt es eine Reihe von gutartigen "Tumoren", die nicht streuen.

Ist es vernünftig, als Allergikerin ein Kind zu stillen?
Untersuchungen belegen immer wieder die Sinnhaftigkeit des Stillens eines Kindes, insbesondere wenn die Mutter/ der Vater Allergiker sind. Als Richtwert für das Stillen werden 6 Monate empfohlen. 

Wie lange darf ein Neurodermitis-Kind baden oder duschen?
Neurodermitiskinder dürfen gerne mit rückfettenden Badezusätzen baden oder duschen, allerdings nicht zu lange und nicht zu heiss...

Macht Kortison dick?
Die Einnahme von Kortison unter Langzeittherapie kann dick machen - sie kommt in der Dermatologie jedoch nur in seltenen Ausnahmefällen vor. Die Lokaltherapie mit Kortison ist speziellen Fällen vorbehalten und macht, fachärztlich kontrolliert, nicht dick.

Kann man Venenleiden vorbeugen?
Vermieden werden sollten langes Stehen und Sitzen, Übergewicht und Bewegungsmangel. In der Schwangerschaft sollte durch eine Kompressionsbehandlung die Entstehung eines Venenleidens vorgebeugt werden. Veranlagung/ geerbte/ genetisch bedingte Bindegewebsschwäche sollte diagnostiziert und vor Auftreten grösserer Schäden therapiert werden.

Wie behandelt man entzündliche Akne?
Wichtig ist die Verhütung der Entstehung von Narben, die bei der entzündlichen Form der Akne gerne vorkommen. Eine Vielzahl von modernen Therapeutika für die innerliche und äusserliche Anwendung stehen zur Verfügung. 

Welche Hautkrankheiten sind ansteckend, welche nicht?
Ansteckende Erkrankungen werden oft durch Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. Windpocken, Scharlach oder verschiedene Geschlechtskrankheiten sind Beispiele dafür. Im Zweifelsfalle lieber den Hautarzt wegen des genauen Ansteckungs- und Verbreitungsrisikos befragen.

Wird eine Laserbehandlung von der Krankenkasse bezahlt?
Von seltenen Ausnahmen abgesehen: nein.

Wie schützt man sich vor Sonne?
Kleidung, Lichtschutzpräparate mit hohen Lichtschutzfaktoren, Meiden aggressiver und langer Sonneneinstrahlung, z.B. in der Mittagszeit.

Welche Sonnencreme sollte man verwenden?
Wichtig sind Präparate mit hohen Lichtschutzfaktoren, besondere Präparate für die Kinder und besondere Präparate für Allergiker und Aknepatienten.

Wie schützt man die Haut im Winter am besten vor Austrocknung?
Schutz durch Kleidung und eine stetige Pflege mit kälteschützenden Cremes oder Salben sind hier sinnvoll und können insbesondere vor Kälteschäden schützen.

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